Heßles

 

 

 

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 Evangelischer Gottesdienst im Simultangebäude:

in den Sommermonaten - jeden Sonntag,  9.00 Uhr

in den Wintermonaten - jeden Sonntag, 14.00 Uhr

Änderungen werden durch Aushang bekannt gegeben.

 

Geschichtliches 

Heßles gehörte in den früheren Zeiten zur Kirche von Trusen. Beschwerliche Fußmärsche mussten die Einwohner auf sich nehmen, um am Sonntag den Gottesdienst zu besuchen. Die Dörfer waren arm und konnten sich keine Schulbauten leisten. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erholten sich die Gemeinden langsam wieder von Hunger und Not, hervorgerufen durch Kriege und Missernten. In dieser Zeit begann man auch in Heßles über einen Schulneubau nachzudenken. Das Bauvorhaben konnte in den Jahren 1863 und 1864 verwirklicht werden. Die Glocke für das Schul- und Bethaus wurde vom Gustav-Adolf-Verein gestiftet und von Heinrich Bittorf in Seligenthal 1875 gegossen und eingebaut. 1889 wurde die Schuluhr eingebaut. Die Einweihung des Schulhauses erfolgte am 20. Januar 1865. Die Kinder aller Jahrgänge wurden in einem Klassenraum unterrichtet. 1932 wurde eine Trennwand zum Klassenraum entfernt, so dass sich der Unterrichtsraum auf 42 m2 vergrößerte. Aber auch die Kirche änderte ihre Strukturen im Laufe der Jahre. Das Dekanat entschied 1938, dass nunmehr der Pfarrer von Fambach die Gemeinde Heßles kirchlich zu betreuen hatte, weil der Weg von Trusen nach Heßles zu beschwerlich war. Allerdings wurde erst 1968 die evangelischen Bewohner von Heßles aus der evangelischen Gemeinde von Trusen ausgepfarrt und in die evangelische Gemeinde Fambach eingepfarrt. 1957 wurde eine Renovierung des Betsaales durchgeführt. Die Sakristei musste bei dieser Gelegenheit an die politische Gemeinde abgegeben werden. 1965 musste die Schuluhr generalüberholt werden, leider schlug sie nur bis 1994. Durch Spenden von ortsansässigen Handwerkern und Gemeinderatsmitgliedern konnte die alte Turmuhr 1995 durch eine Funkuhr ersetzt werden. Nach Beendigung des Schulbetriebes 1971 wurden die einzelnen Räume vielfältig genutzt: Bürgermeisteramt, Post, Bibliothek, Kindergartenraum, Versammlungsraum und Wahlbüro. Der Kirchenraum blieb aber die gesamte Zeit als solcher für Gottesdienste vorbehalten. Man kann also im wahrsten Sinne des Wortes vom Simultangebäude sprechen (simul(lat.) = gleichzeitig).

 

Quelle: Das Bet-und Schulhaus zu Heßles